Regulation und Resilienz nähren: Arbeit mit dem autonomen Nervensystem durch Berührung
Nicht durch Machen, sondern durch Sein: Präsente Hände laden das Nervensystem ein, aus der Symptomorganisation in die Regulation zu finden. Aufbauend auf dem Einführungskurs lernst du das autonome Nervensystem wahrzunehmen, zu lesen, zu verstehen und zu steuern. Im Zentrum steht die Polyvagal-Theorie, eingebettet in Bindungstheorie, Entwicklungstrauma und Neurobiologie. Du erfährst, wie sich Trauma im Nervensystem zeigt und wie es sich in Symptomen und Beschwerdebildern ausdrückt.
Herzstück ist die Trauma-sensorische Berührung: Deine präsenten, lauschenden Hände begleiten Körper- und Organstrukturen sanft in Richtung Beruhigung und Stabilität. Mit der somatischen Kommunikation und gezielten Fragen unterstützt du das Nervensystem deiner Klientinnen und Klienten zusätzlich auf dem Weg in die Regulation, auch bei Schleudertrauma, Sturzfolgen und scheinbar therapieresistenten Beschwerden. Die Weiterbildung verbindet Elemente aus Somatic Experiencing (Peter Levine), Trauma berühren (Kathy L. Kain) und Neuroaffektiver Meditation (Marianne Bentzen)
Aufbau der 4 Module
Modul 1 – Selbsterfahrung: Das Autonome Nervensystem aus Sicht der Polyvagal-Theorie verstehen und erleben. Die eigene somatische Wahrnehmung als Weg in die Selbstregulation. Co-Regulation über die Nierenarbeit
Modul 2 – Trauma-sensorische Berührung: Präsente absichtslose Berührung. Regulation über verschiedene Strukturen und Organe
Modul 3 – Somatische Kommunikation und Trauma-Regulation: Das Autonome Nervensystem mit gezielten Fragen steuern, zwischen Symptom und Ressource pendeln. Behandlung von Schleudertrauma und Stürzen.
Modul 4 – Emotionen und gesunde Grenzen: Emotionen co-regulieren, Arbeit mit gesunden Grenzen, Vertiefung der Berührungsarbeit und Integration in die Praxis.
Dazu gibt es 3 Zoom-Treffen (à 2h) zwischen den Präsenzmodulen.
Lernziele
Du bist fähig:
- das Autonome Nervensystem nach der Polyvagal-Theorie zu lesen, einzuschätzen und mit Berührung und Worten Richtung Regulation zu begleiten.
- zu erkennen, wie sich Trauma im Nervensystem und in Symptomen und Beschwerdebildern zeigt.
- dich selbst zu regulieren und mit präsenter, absichtsloser Berührung Co-Regulation zu ermöglichen.
- mit gezielten Fragen zu arbeiten und Emotionen mit Berührung und Worten zu co-regulieren.
- Schleudertrauma, Sturzfolgen und Entladungsreaktionen des Autonomen Nervensystems zu begleiten und mit gesunden Grenzen zu arbeiten.
Voraussetzung
- Trauma berühren Einführungskurs